Wirtschaftrat warnt for Verlust der Ordnungspolitik
Sünden gegen die Ordnungspolitik: Wirtschaftrat fürchtet, dass "Der perfekte Sturm" in Staat und Finanzwelt heraufzieht

Die Europäische Zentralbank EZB  will „grüne“ Finanzinstrumente bei ihren Anleihekäufen künftig bevorzugen. Das ist nicht unproblematisch. Wolfgang Steiger, der Generalsekretär des Wirtschaftsrat Deutschland, hat dazu (heute, 11.02.2020) in der Börsenzeitung einen Gastkommentar veröffentlicht. Er  warnt: „Die EZB muss die Prinzipien der Ordnungspolitik wieder beherzigen“.
Den Artikel können Sie unter dem folgenden Link nachlesen:
https://www.wirtschaftsrat.de/wirtschaftsrat.nsf/id/ezb-muss-die-prinzipien-der-ordnungspolitik-wieder-beherzigen-de 

Lesenswert ist auch das jüngst veröffentlichte Buch von Wolfgang Steiger und Simon Steinbrück „Der perfekte Sturm“. Die Autoren sehen in der Abkehr von ordnungspolitischen und marktwirtschaftlichen Prinzipien die Ursache für eine heraufziehende neue Finanzkrise, ja sogar eine kommende Staatskrise:  https://www.ullstein-buchverlage.de/nc/buch/details/der-perfekte-sturm-9783430210195.html

Grund für die Warnungen ist die Überflutung mit Zentralbankgeld und die weiterhin ausufernde Verschuldung vieler Volkswirtschaften. Bei Besichtigung der Folgen bietet sich meiner Meinung nach ein historischer Vergleich der Zeit in Europa zwischen 1500 und 1650 (n. Chr.) an: Nach der Entdeckung Amerikas strömten gewaltige Einfuhren von Gold und Silber nach Europa, insbesondere in das spanische Habsburger Reich, zu dem damals auch die Niederlande gehörten. Aus der ungebremsten Schuldenpolitik der Niederländer, wofür die Habsburger einstehen mussten, entwickelten sich jahrzehntelange Kriege, vier europäische Staatsbankrotte, der Zusammenbruch der damals größten europäischen Bank (Die Fugger) sowie am Ende die Katastrophe des Dreißigjährigen Krieges. Eine Abwärtsspirale, die kein König, kein Politiker, kein Staat mehr aufhalten konnte: Menetekel!