Auslagerung von Pensionszusagen

Warum müssen so viele Unternehmen eine Neuordnung ihrer Pensionszusage vornehmen?

Dafür gibt es mehrere Gründe:
  1. Pensionsrückstellungen sind derzeit zu niedrig bewertet, da die steuerlichen Vorgaben veraltet sind.
  2. Die Sterbetafeln gehen von einer zu kurzen Lebenserwartung aus. Die Rückstellungen nach Heubeck beinhalten zudem einen am Markt nicht realisierbaren Rechnungszins von 6 %.
  3. Versicherer haben nicht den versprochenen Ertrag erwirtschaftet und realisieren max. 1,5 - 3,0 % nach Kosten.
  4. Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz zwingt die Unternehmen, ihre Pensionsrückstellungen neu zu bewerten. Das bedeutet, dass der Rechnungszins auf derzeit ca. 4 % abgesenkt werden muss und die Rückstellungen um 20 bis 50 % hochschnellen. Damit sind künftige Ausschüttungen an die Gesellschafter blockiert.
  5. Einher gehen Insolvenzrisiken, da Bilanzlücken schnell zur Überschuldung führen.
  6. Auch das Langlebigkeitsrisiko und damit verbundene Bilanzsprünge sind für die Bilanz des Unternehmens heute, aber auch in der Pensionsphase der Versorgungsberechtigten nicht zu unterschätzen.
  7. Unternehmen mit Pensionsverpflichtungen sind nahezu unverkäuflich. Falls es eine Familiennachfolge gibt, kommt es immer wieder zu Generationskonflikten („Warum soll ich die nicht ausfinanzierte Zusage meines Seniors schultern?").

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